Konstanz (ahi) -
Bei der gestrigen Begehung des Herose-Parks, die den zahlreichen Teilnehmern dienen sollte
sich einen Überblick über erhaltenswerte und nicht erhaltenswerte Bäume im Park zu verschaffen,
wurde viel geredet - jedoch nur wenig gesagt.
So beteuerte der Bürgermeister von Petershausen, Volker Fouquet, angesichts Fragen der Bürger über
den Stand der momentanen Planung, ständig auf's neue, dass "wir bei absolut Null anfangen"
und jeder noch die Möglichkeit habe seine Anregungen und Wünsche bei der Gestaltung des Parks ein zu bringen. Die Fachmänner
der Stadt seien sich ihrer Verantwortung gegenüber den Bürgern und der Umwelt bewußt und es würden nur Bäume "zurückgenommen
(Stadtverwalterischer Slang für das Fällen von Bäumen)" werden, die sehr geringen ökologischen Wert hätten und sich
gegenseitig "bedrohten".
Letztlich diente die Diskussion mehr der Attackierung
des Gemeinderatmitgliedes Peter Müller-Neff(Grüne), der ob seiner (zurecht) erregten und kritischen Fragen ständig
vom Bürgermeister zurecht gewiesen wurde. Diesem entglitten dann auch unverschämte Bemerkungen, wie die ungläubige
Feststellung, dass denn "so etwas auch noch Lehrer sei". Darüber das der geplante 18m breite Uferweg aber auf jeden
Fall gebaut wird, wodurch notwendigerweise auch zahlreiche erhaltenswerte Bäume weichen müssen,
herrschte kollektives Schweigen.
Damit war dann auch nach der knapp 2 stündigen Begehung den meisten Bürgern nicht klar, dass der Park
18m breit vom Rhein abgetrennt sein würde, nur damit Radfahrer, die die Seestraße erreichen möchten, 75m weiter
fahren können, bis sie auf die Hauptstrasse abbiegen müssen. Jedoch wurde der eigentliche Grund für den
geplanten Kahlschlag offensichtlich: "Mit einer Öffnung des Parkes möchten wir soziale Brennpunkte bekämpfen".
Am besten bekämpft man ein Feuer also, in dem man das Fenster aufreißt und den Brandsatz
beim Nachbarn durch das Fenster wirft...
Wir fordern, den Radweg bereits vor dem West-Eingang zum Park auf den Radweg an der Reichenauerstr. zu
führen und lediglich einen Weg für Fußgänger mit max. 3m Breite durch den Park an zu legen. Die Bäume, sowie
Schwimmwillige und alle ernsthaft an diesem Park interessierten Menschen werden es den Bauherren danken.
Stadt bekämpft "soziale Brennpunkte"
Links zum Thema
| Angriff auf Baggerfahrer |
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Das Projekt Herosé-Park |