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08.03.04
Stadt bekämpft "soziale Brennpunkte"

Konstanz (ahi) - Bei der gestrigen Begehung des Herose-Parks, die den zahlreichen Teilnehmern dienen sollte sich einen Überblick über erhaltenswerte und nicht erhaltenswerte Bäume im Park zu verschaffen, wurde viel geredet - jedoch nur wenig gesagt.

So beteuerte der Bürgermeister von Petershausen, Volker Fouquet, angesichts Fragen der Bürger über den Stand der momentanen Planung, ständig auf's neue, dass "wir bei absolut Null anfangen" und jeder noch die Möglichkeit habe seine Anregungen und Wünsche bei der Gestaltung des Parks ein zu bringen. Die Fachmänner der Stadt seien sich ihrer Verantwortung gegenüber den Bürgern und der Umwelt bewußt und es würden nur Bäume "zurückgenommen (Stadtverwalterischer Slang für das Fällen von Bäumen)" werden, die sehr geringen ökologischen Wert hätten und sich gegenseitig "bedrohten".

Letztlich diente die Diskussion mehr der Attackierung des Gemeinderatmitgliedes Peter Müller-Neff(Grüne), der ob seiner (zurecht) erregten und kritischen Fragen ständig vom Bürgermeister zurecht gewiesen wurde. Diesem entglitten dann auch unverschämte Bemerkungen, wie die ungläubige Feststellung, dass denn "so etwas auch noch Lehrer sei". Darüber das der geplante 18m breite Uferweg aber auf jeden Fall gebaut wird, wodurch notwendigerweise auch zahlreiche erhaltenswerte Bäume weichen müssen, herrschte kollektives Schweigen.

Damit war dann auch nach der knapp 2 stündigen Begehung den meisten Bürgern nicht klar, dass der Park 18m breit vom Rhein abgetrennt sein würde, nur damit Radfahrer, die die Seestraße erreichen möchten, 75m weiter fahren können, bis sie auf die Hauptstrasse abbiegen müssen. Jedoch wurde der eigentliche Grund für den geplanten Kahlschlag offensichtlich: "Mit einer Öffnung des Parkes möchten wir soziale Brennpunkte bekämpfen". Am besten bekämpft man ein Feuer also, in dem man das Fenster aufreißt und den Brandsatz beim Nachbarn durch das Fenster wirft...

Wir fordern, den Radweg bereits vor dem West-Eingang zum Park auf den Radweg an der Reichenauerstr. zu führen und lediglich einen Weg für Fußgänger mit max. 3m Breite durch den Park an zu legen. Die Bäume, sowie Schwimmwillige und alle ernsthaft an diesem Park interessierten Menschen werden es den Bauherren danken.

Links zum Thema
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